Schutzkonzept
Schutzkonzept zur Prävention sexualisierter Gewalt
Das im Februar 2026 vom djo-Bundesvorstand verabschiedete, dachverbandliche Schutzkonzept der djo – Deutsche Jugend in Europa, Bundesverband e.V. beschreibt unsere Haltung und unser Vorgehen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt. Der Schutz vor sexualisierter Gewalt ist ein zentraler Bestandteil verantwortungsvoller Kinder- und Jugendarbeit. Mit dem Inkrafttreten des UBSKM-Gesetzes wird dieser Schutzauftrag nun rechtlich klar gefasst und unterstreicht die Notwendigkeit, Prävention sexualisierter Gewalt als grundlegende Voraussetzung guter Jugendarbeit zu verstehen.
Es verfolgt zwei zentrale Ziele: die bestmögliche Verhinderung sexualisierter Gewalt durch präventive Maßnahmen sowie die Festlegung klarer Handlungswege für den Umgang mit Verdachts- und tatsächlichen Fällen. Die Entwicklung dieses Konzepts hat gezeigt, dass die Auseinandersetzung mit Prävention sexualisierter Gewalt nie abgeschlossen sein kann. Ein Schutzkonzept ist kein statisches Ergebnis, sondern ein Arbeitsinstrument, das kontinuierlich weiterentwickelt werden muss. Der djo-Bundesverband wird das Schutzkonzept daher als Arbeitsdokument regelmäßig überprüfen und weiterentwickeln.
Der Fokus des Schutzkonzepts liegt bewusst auf der Prävention sexualisierter Gewalt. Gleichzeitig kann sexualisierte Gewalt nicht losgelöst von anderen Diskriminierungs- und Machtverhältnissen betrachtet werden. Diskriminierungserfahrungen beeinflussen, wie Menschen Grenzverletzungen wahrnehmen, benennen und bearbeiten können, oder ob sie dies überhaupt tun. Sie prägen Sicherheitsbedürfnisse, Vertrauen in Strukturen und den Umgang mit Beschwerden. Der djo-Bundesverband verfolgt daher einen intersektionalen Anspruch: Unsere Präventions- und Interventionsmaßnahmen sind so angelegt, dass sie bei unterschiedlichen Grenzüberschreitungen anwendbar sind. Machtkritik, Beschwerdemöglichkeiten, Transparenz und klare Zuständigkeiten sind keine spezialisierten Instrumente, sondern Grundbedingungen sicherer Verbandsarbeit.
Das Schutzkonzept kann hier heruntergeladen werden.