Jugendpolitische Impulse für die (post)migrantische Gesellschaft

Lerne Ayande – Eine postmigrantische Jugendinitiative der IGD (besser) kennen!

Wir haben alle JEM-ProjektTEAMS gebeten, auf 3 unserer 9 Fragen zu antworten:

    1. Was ich über mich sagen möchte. (ein wichtiges Ereignis, Hobbies /Lebensmotto, was mich motiviert usw.)
    2. Ich engagiere mich, weil…
    3. Warum nehmen wir am JEM-Projekt teil?
    4. Wie soll unser ProjektTEAM in 10 Jahren aussehen?
    5. Wer oder was hat mich inspiriert/ beeinflusst?
    6. Was bedeutet für mich politische und gesellschaftliche Teilhabe?
    7. Wenn ich EINE Forderung an den Bundeskanzler stellen könnte: welche wäre das?
    8. Was macht mir/uns am meisten Spaß an meinem Engagement?
    9. Was wünsche ich mir für die (post-)migrantische Jugend(verbands)arbeit in Deutschland?

Hier findest Du die Antworten!

Eas haben Ayande – Eine postmigrantische

Jugendinitiative der IGD geantwortet?

Hana
Aidan

Wohnort: Berlin

Meine Muttersprachen: Dari, Englisch, Deutsch

​Zu Frage 1: Was ich über mich sagen möchte.

Ich bin Künstlerin und beschäftige mich in eigenen Projekten mit sozialpolitischen Themen wie Flucht und Migration.

Zu Frage 2: Ich engagiere mich, weil…

… ich mich mit anderen (post)migrantischen Personen vernetzen möchte, damit wir zu mehr Sichtbarkeit in der Gesellschaft gelangen.

Zu Frage 6: Was bedeutet für mich politische und gesellschaftliche Teilhabe?

Es bedeutet für mich, dass wir als marginalisierte Gruppe daran arbeiten, zukünftig über die materiellen Bedingungen zu verfügen, die es uns erlauben, an allen gesellschaftlichen Ereignissen teilnehmen zu können.

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Arian

Wohnort: Berlin

Geburtsort: Marburg

Meine Sprachen: Deutsch, Persisch, Englisch, Türkisch, Französisch

Zu Frage 1: Was ich über mich sagen möchte.

Mein Motto: In Vielfalt vereint! Die Zukunft sind wir!

Zu Fragen 2 und 9: Ich engagiere mich, weil.. & Was wünsche ich mir für die (post-)migrantische Jugend(verbands)arbeit in Deutschland?

Ich engagiere mich bei AYANDE, weil ich merke, dass es vielen postmigrantischen Kindern ergeht wie mir. Es erscheinen Fragen über die eigene kulturelle Zugehörigkeit und Fragen über die eigene Identität. Und schließlich die Frage, welchen Stellenwert es in unserer Gesellschaft hat. Die eigene Identität erscheint vielfältiger als sie hier manchmal erwünscht ist und gesehen wird. Sie ist mehr als nur das eine oder andere. Sie ist beides und noch mehr. Hybride Identitäten der postmigrantischen Jugend können unsere Gesellschaft nachhaltig verändern und bereichern. Dafür braucht es einerseits ein Bewusstsein über hybride Idenitäten als Alternative zur Assimilation und andererseits auch die Akzeptanz in der Dominanzgesellschaft für vielfältige Identitäten, die einer sogenannten Leitkultur widersprechen. In AYANDE möchte ich dazu beitragen einen Raum für eben diese jungen Menschen zu schaffen, die sich zu beiden Teilen, die persische und die deutsche Identität zugehörig fühlen. Sich austauschen, empowern, interkulturell weiterbilden und Freundschaften schließen können und gemeinsam Antworten auf ihre Fragen finden.

Zu Frage 6: Was bedeutet für mich politische und gesellschaftliche Teilhabe?

Die aktive Teilhabe an gesellschaftspolitischen, kulturellen und wissenschaftlichen Entwicklungen und Entscheidungsprozessen und die Sichtbarkeit und Repräsentation aller gesellschaftlicher Gruppen und Klassen darin.

Hana
Arwin

Wohnort: Weimar

Geburtsort: Berlin

 

​Zu Frage 1: Was ich über mich sagen möchte.

Sich für etwas zu entscheiden, was auf dem ersten Moment Angst aber einen glücklich macht, ist etwas was Mut verlangt, sich aber am Ende auszahlt. Über den eigenen Schatten springen sollte man viel öfter.

Zu Frage 6: Was bedeutet für mich politische und gesellschaftliche Teilhabe?

Politische und gesellschaftliche Teilhabe ist für mich der Wille zur Kommunikation. Die Geschichten verschiedenster Menschen zu hören und sich dafür zu engagieren, dass jeder glücklicher werden kann.

Zu Frage 7: Wenn ich EINE Forderung an den Bundeskanzler stellen könnte: Welche wäre das?

Wirtschaftliche Stabilität ist wichtig aber auch eine gesellschaftliche Stabilität sollte als oberste Priorität gelten. Hört als Staat mehr auf die Jugend und lasst sie nicht im Stich. Fördert mehr junge Menschen in verschiedensten Varianten. Mehr Unterstützung in Ausbildung und Studium.

Zu Frage 9: Was wünsche ich mir für die (post-)migrantische Jugend(verbands)arbeit in Deutschland?

Der Verein ist für mich eine Plattform Menschen zu begegnen und einen gesellschaftlichen Austausch voranzutreiben und grade die jüngere Generation mit einzubeziehen um eine tolerantere und wertvolle Zukunft zu ermöglichen.

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Atiena

Geburtsort: Alfeld Meine

Sprachen: Deutsch, Englisch, Farsi, Französisch

Zu Frage 1. Was ich über mich sagen möchte.

Tanzen ist mein Hobby, tanzen ist meine Leidenschaft. Wenn ich tanze, vergesse ich alles um mich herum. Ich tauche in eine andere Welt, frei von Negativem. Außerdem liebe ich persische Gedichte. Ich höre sie mir gern an, schreibe sie runter und spreche sie selbst ein. Mein Motto: pendare nik, goftare nik, kerdare nik / gute Gedanken, gute Worte, gute Taten.

Zu Frage 6. Was bedeutet für mich politische und gesellschaftliche Teilhabe?

Für mich ist politische und gesellschaftliche Teilhabe nicht nur sich in einer Partei zu engagieren, sondern sich aktiv an der Gesellschaft zu beteiligen und an dessen Gestaltung teilzuhaben. Die Vereinsarbeit bietet eine gute Möglichkeit dies zu tun. Besonders wichtig ist mir vor allem, gegen Ungerechtigkeiten jeglicher Art vorzugehen und dafür auch in der Gesellschaft ein Bewusstsein zu schaffen.

Zu Frage 8.Was macht mir/uns am meisten Spaß an meinem Engagement?

An der Vereinsarbeit macht mir am meisten der Austausch mit den unterschiedlichen Persönlichkeiten spaß. Jeder bringt seine eigenen Erfahrungen in die Arbeit ein und man lernt extrem viel voneinander. Der Prozess gemeinsam Konzepte zu überlegen ist meistens am herausforderndsten, aber auch am spannendsten.

Hana
Baris

Wohnort: Bielefeld

Meine Muttersprachen: Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch

 

​Zu Frage 1: Was ich über mich sagen möchte.

Ich bin ein kreativer Kopf. Für mich ist jegliche Form von Kunst und künstlerischer Gestaltung eine Möglichkeit, in eine andere Welt einzutauchen und die Zeit für einen Augenblick zu vergessen. In meiner ehrenamtlichen und gesellschaftspolitischen Arbeit versuche ich, kreative Projektformate zu etablieren und umzusetzen. Dadurch macht gesellschaftspolitische Arbeit meiner Meinung nach auch mehr Spaß und macht sie vielseitiger.

Zu Frage 6: Was bedeutet für mich politische und gesellschaftliche Teilhabe?

Gesellschaftspolitische Teilhabe bedeutet für mich, mein Privileg zu nutzen, um die Gesellschaft progressiver zu gestalten und die Zivilgesellschaft zu stärken. Bestimmte gesellschaftspolitische Entwicklungen und Diskurse mögen nicht unseren gegenwärtigen Werte- und Normvorstellungen entsprechen. Diese Entwicklungen zu erkennen und herauszufordern, indem man aktiv an der Veränderung dieser arbeitet, ist für mich ein wichtiger Teil gesellschaftspolitischer Arbeit. Ich bin gesellschaftspolitisch engagiert, weil ich durch inklusive Projekte diskriminierte und marginalisierte Gesellschaftsgruppen empowern, ihre Lebensrealitäten in unserer Gesellschaft sichtbar machen und Zugänge zur gesellschaftspolitischen Teilhabe schaffen möchte.

Zu Frage 8: Was macht mir/uns am meisten Spaß an meinem Engagement?

Wir diskutieren gemeinsam, lachen und weinen (im übertragenen Sinne) gemeinsam – Das ist für mich das Herzstück der Vereinsarbeit und der Grund, warum ich die Vereinsarbeit so schätze. Mir wird immer wieder erneut bewusst, wie sich unser Wirkungsbereich vergrößert, wenn wir als Team an einem Projekt arbeiten, uns gegenseitig in unserer Arbeit bestärken und gemeinsam unsere Ziele erreichen. Zudem macht es mir Spaß und ist eine Bereicherung für mich, viele engagierte Menschen durch unsere Projekte kennenzulernen und in Kooperation mit anderen Intiativen/Vereinen neue Projektformate zu schaffen.

Hana
Raman

Wohnort: Hamburg

Geburtsort: Berlin

Meine Sprachen: Deutsch, Englisch, lerne Farsi

 

​Zu Frage 1: Was ich über mich sagen möchte.

Ich bin Illustrator und Animationsfilmemacher und bin immer wieder davon beeindruckt wie spielerisch und kraftvoll Kunst und Kultur die Gesellschaft mitformen kann.

Zu Fragen 2 und irgendwie 9: Ich engagiere mich, weil.. & Was wünsche ich mir für die (post-)migrantische Jugend(verbands)arbeit in Deutschland?

Ich hoffe dabei mithelfen zu können eine Gesellschaft mitzugestalten die ein sicherer und guter Ort zum leben für marginalisierte Menschen sein kann. Ich hoffe Community und Empowerment zu finden und geben zu können.

Zu Frage 6: Was bedeutet für mich politische und gesellschaftliche Teilhabe?

Ein unverhandelbares Recht an Selbst- und Mitbestimmung, Freiheit zu sein und zu formen.

Hana
Sophia

Wohnort: Marburg

Meine Muttersprachen: Deutsch, Farsi, Englisch, Französisch

​Zu Frage 5: Wer oder was hat mich inspiriert/beeinflusst?

Das Bedürfnis, mich mit Menschen mit ähnlichen Erfahrungshintergründen auszutauschen und bestehende Traditionen mit neuen Impulsen zu verbinden.

Zu Frage 6: Was bedeutet für mich politische und gesellschaftliche Teilhabe?

Teilhabe bedeutet für mich, die Möglichkeit zu haben, eigene Punkte auf die Tagesordnung zu setzen, mit diesen Gehör zu finden und mit anderen Menschen zu interagieren, die ähnliche Bestrebungen haben. Dazu gehören aber auch Konflikte und Aushandlungsprozesse.

Zu Frage 9: Was wünsche ich mir für die (post-)migrantische Jugend(verbands)arbeit in Deutschland?

Für die (post-)migrantische Jugendarbeit in Deutschland wünsche ich mir kontinuierliche strukturelle Förderung, Austausch und Anknüpfungsmöglichkeiten mit anderen gesellschaftlichen Bereichen wie Politik und Bildung, sowie eine signifikante Position im gesamtgesellschaftlichen Diskurs.